Ein Adventskalender ist eine der einfachsten Möglichkeiten, Kindern das Gefühl zu geben, dass Weihnachten wirklich naht. Ein Fenster pro Tag organisiert Ihre Zeit, lehrt Sie Geduld und gibt Ihnen jeden Tag einen Grund, glücklich zu sein. Doch was sollte man da reinpacken, damit es nicht schon nach einer Woche langweilig wird und einem nach drei Wochen nicht die Ideen ausgehen? Nachfolgend finden Sie bewährte Inspirationen, aufgeteilt nach Kalenderart und Alter des Kindes.
Woher kommt der Adventskalender?
Der Brauch, die Tage bis Weihnachten herunterzuzählen, hat seinen Ursprung im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Familien zeichneten mit Kreide 24 Linien auf die Türen und radierten jeden Tag eine davon aus oder zündeten eine weitere Kerze an. Die ersten gedruckten Kalender mit Fenstern erschienen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Pralinen kamen viel später auf den Markt. Die Idee selbst bleibt dieselbe: Jeder Tag bringt uns Heiligabend näher und jeder Tag bringt eine kleine Überraschung.
Heute kann der Adventskalender jede Form annehmen. Was zählt, ist das tägliche Ritual, nicht der Wert dessen, was im Fenster verborgen ist.
Wie passt man den Adventskalender an das Alter des Kindes an?
Derselbe Kalender wird einem Dreijährigen anders gefallen als einem Zehnjährigen. Bevor Sie mit dem Sammeln der Inhalte beginnen, überlegen Sie, was Ihrem Kind gefällt und wie viel es alleine unternehmen kann.
Kleinkinder (2–4 Jahre)
Das Wichtigste sind einfache, sichere Überraschungen und ein wiederholbares Ritual. Aufkleber, Stempel, Buntstifte, kleine Puppen oder Christbaumanhänger eignen sich gut. Vermeiden Sie Kleinteile, die ein Kind verschlucken könnte. Die Kleinen brauchen nicht jeden Tag ein Geschenk – nur ein Bild zum Ausmalen oder eine Karte mit einer lustigen Aktivität: „Heute tanzen wir zu einem Weihnachtslied.“
Vorschulkinder (4–6 Jahre)
In diesem Alter wirkt der Weihnachtszauber am stärksten. Kinder lieben Geschichten, Rätsel und Aufgaben „von Elfen“. Minipuzzles, Plastilin, Glitzeraufkleber und Karten mit Aufgaben, die gemeinsam mit den Eltern gelöst werden müssen, funktionieren gut. In diesem Alter funktioniert auch ein Kalender mit einer Geschichte, in der jeden Tag etwas Neues passiert, super.
Ältere Kinder (7–12 Jahre)
Ältere Kinder werden Herausforderungen, Rätsel und kleine Dinge rund um ihre Leidenschaft zu schätzen wissen: Sammelkarten, Gummibänder für Armbänder, Mini-Experimentiersätze, Lesezeichen. Sie können sie auch in die Vorbereitungen einbeziehen – lassen Sie sie sich ein paar Aufgaben für ihre jüngeren Geschwister ausdenken.
Adventskalender ohne Süßigkeiten: 20 Ideen für Fenster
Bonbons im Schaufenster sind ein Klassiker, aber 24 Pralinen enthalten jede Menge Zucker. Hier sind die kleinen Dinge, die Sie gleichermaßen glücklich machen werden:
- thematische Aufkleber (Tiere, Fahrzeuge, Helden aus Lieblingsmärchen),
- Stempel und ein kleines Stempelkissen,
- Glitzerstifte, Marker oder Buntstifte,
- Mini-Knetmasse oder Salzteig in einem Glas,
- waschbare Tattoos,
- Weihnachtsbaumanhänger – jedes Jahr neu, mit Datum,
- ein Schlüsselanhänger oder eine kleine Figur,
- Socken mit Weihnachtsmuster,
- Haarnadeln, Haarbänder, Stirnband,
- Puzzle im Beutel (bis zu 50 Teile),
- Minibuch oder Comic,
- Malbuch für einen Abend,
- Origami-Bastelset,
- Samen zum Einpflanzen in einen Topf,
- Schlüsselanhänger-Taschenlampe zum Lesen am Abend,
- eine Notiz mit einem Gutschein: „Filmabend“, „Frühstück im Bett“, „eine zusätzliche Stunde vor dem Schlafengehen“,
- eine Tüte Kunstschnee zum Spielen,
- Lesezeichen,
- eine kleine Laterne oder LED-Weihnachtsbaumleuchte,
- ein Brief des Elfen mit einem Tipp, wo man nach der nächsten Überraschung suchen kann.
Aufgabenkalender: 24 Ideen für gemeinsame Aktivitäten
Der Aktivitätskalender besteht aus Karten mit Aufgaben statt Geschenken. Jeden Tag entdeckt Ihr Kind, was Sie heute gemeinsam unternehmen werden. Ein paar Ideen für den Anfang:
- Lebkuchenplätzchen backen und dekorieren.
- Schreiben Sie einen Brief an den Weihnachtsmann.
- Machen Sie eine Weihnachtsbaumkette aus farbigem Papier.
- Sehen Sie sich einen Weihnachtsfilm unter einer Decke an.
- Bauen Sie einen Schneemann oder – falls kein Schnee liegt – einen Schneemann aus Watte.
- Wählen Sie ein Spielzeug, das Ihr Kind Bedürftigen schenkt.
- Machen Sie ein Vogelhäuschen.
- Machen Sie einen Abendspaziergang und zählen Sie die Weihnachtsdekoration auf den Balkonen.
- Bereiten Sie Weihnachtskarten für Großeltern vor.
- Organisieren Sie ein Weihnachtsliedkonzert zu Hause.
- Machen Sie heiße Schokolade mit Marshmallows.
- Stellen Sie ein Weihnachtspuzzle zusammen.
- Schneiden Sie Schneeflocken aus Papier aus und kleben Sie sie an das Fenster.
- Lesen Sie gemeinsam eine Weihnachtsgeschichte.
- Tanzen Sie zu Ihrem Lieblingsweihnachtslied.
- Schmücken Sie den Weihnachtsbaum.
- Machen Sie ein Familienfoto in Weihnachtspullovern.
- Zeichnen Sie eine Karte der Route des Weihnachtsmanns vom Pol zu Ihrem Haus.
- Bereiten Sie ein kleines Geschenk für Ihren Nachbarn vor.
- Bauen Sie eine Deckenfestung und lesen Sie darin mit einer Taschenlampe.
- Machen Sie eine Dekoration mit Tannenzapfen und Zweigen.
- Halten Sie gemeinsam Ihre Wünsche für die Familie fest.
- Dekorieren Sie den Tisch für Heiligabend.
- Heiligabend: Milch und Kekse für den Weihnachtsmann da lassen.
Sie müssen diese Reihenfolge nicht befolgen. Planen Sie Aufgaben, die mehr Zeit in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel Backen oder Schmücken des Weihnachtsbaums, für das Wochenende ein und lassen Sie Aufgaben, die eine Viertelstunde in Anspruch nehmen, an Wochentagen. Weitere Ideen für ruhige Abendmomente finden Sie im Artikel über Weihnachtsmärchen zum Vorlesen vor dem Schlafengehen.
DIY-Adventskalender: Woraus soll man ihn machen?
Ein selbstgemachter Kalender kann die schönste Dekoration zu Hause sein und die Vorbereitung kann die erste Weihnachtsaktivität mit Ihrem Kind sein. Einige bewährte Methoden:
- Streichholzschachteln – mit farbigem Papier beklebt und nummeriert – bilden eine kleine Kommode. Daran kann ein Aufkleber, eine Notiz oder eine Süßigkeit angebracht werden.
- Toilettenpapierrollen – mit gebogenen Enden ergeben „Süßigkeiten“, die an einen Ast gehängt oder in einem Rahmen wabenförmig angeordnet werden können.
- Papiertüten oder Umschläge – an einer Schnur über dem Bett oder an der Wand befestigt. Der Inhalt lässt sich leicht von Jahr zu Jahr austauschen.
- Leinenbeutel – wiederverwendbar, zum Aufhängen an einem Ast oder Kleiderbügel. Der Kalender hat eine Laufzeit von mehreren Jahren.
- Ein Glas mit 24 Zetteln – die einfachste Variante eines Aufgabenkalenders. Das Kind zieht bzw. zieht jeden Tag eine weitere Karte.
Wenn Sie wenig Zeit haben, wählen Sie eine wiederverwendbare Basis – Beutel oder Kartons – und wechseln Sie den Inhalt nur jedes Jahr.
Kalender der guten Taten
Der Advent ist eine gute Zeit, um Ihrem Kind zu zeigen, dass es an Weihnachten nicht nur darum geht, Geschenke zu bekommen. Im Gute-Taten-Kalender enthält jedes Kästchen eine kleine Aufgabe für andere:
- eine Karte für die Kindergartendame oder den Postboten ziehen,
- beim Eindecken des Tisches helfen, ohne daran zu erinnern,
- Ruf deine Oma an und erzähle ihr von deinem Tag,
- Wählen Sie ein Buch aus, das Sie der Bibliothek oder dem Gemeindezentrum spenden möchten.
- Gießen Sie das Getreide in das Vogelhäuschen,
- jemandem drei nette Dinge sagen.
So ein Kalender passt hervorragend zu kleinen Geschenken: Morgens entdeckt das Kind die Aufgabe und abends erzählt man, wie es gelaufen ist. Kinder merken schnell, dass es auch Freude macht, anderen Freude zu bereiten.
Briefe einer Elfe: ein Kalender voller Geheimnisse
Für Kinder im Vorschulalter und jüngere Schüler gibt es nichts Aufregenderes, als von jemandem vom Nordpol zu hören. Anstelle eines Geschenks im Fenster können Sie jeden Tag eine kurze Nachricht der Wichtel hinterlassen – geschrieben in kleiner Handschrift, auf dekorativem Papier, manchmal mit etwas Glitzer.
Der Elf kann Ihnen erzählen, was in der Werkstatt des Weihnachtsmanns los ist, um Hilfe bei einer Aufgabe bitten („Das Rentier hat die Glocke verloren, suchen Sie sie unter dem Sofa?“), ihn für eine gute Tat loben oder ein Rätsel hinterlassen, das zu einer versteckten Überraschung führt. Ein solcher Kalender kostet wenig und sorgt wie kein anderer für eine festliche Atmosphäre.
Wenn Ihnen die Inspiration für 24 Buchstaben fehlt, denken Sie über eine fertige Geschichte nach, in der Elfen die Helden sind und der Name und die Träume Ihres Kindes in seinen Abenteuern auftauchen.
Kalender mit einer Geschichte: ein Kapitel für jeden Tag
Immer mehr Familien entscheiden sich für einen Kalender, in dem täglich ein Fragment der Geschichte eine Überraschung darstellt. Anstatt das Fenster zu öffnen, lernt das Kind das nächste Kapitel der Geschichte, die sich den ganzen Dezember über entwickelt und am Heiligabend endet. So ein Kalender:
- nimmt keinen Platz ein und erzeugt keinen Abfall,
- baut ein abendliches Ritual des gemeinsamen Lesens oder Zuhörens auf,
- entwickelt Vorstellungskraft, Wortschatz und Konzentrationsfähigkeit,
- gibt einen Vorwand zum Reden: „Was wird Ihrer Meinung nach morgen passieren?“
Sie können es selbst vorbereiten, indem Sie jeden Tag ein Kapitel eines längeren Weihnachtsbuchs lesen. Sie können sich auch für den personalisierten Elfindo-Adventskalender entscheiden – eine Weihnachtsgeschichte in 24 Kapiteln, in der der Name, die Interessen und Wünsche des Kindes aus dem Brief an den Weihnachtsmann auftauchen. Jedes Kapitel dauert ca. 8–12 Minuten und ist als Hörbuch und E-Book erhältlich, Sie entscheiden also, ob Sie es heute lesen oder anhören.
Praktische Tipps, damit Ihr Kalender nicht zur lästigen Pflicht wird
- Planen Sie Ihre Inhalte im Voraus. Schreiben Sie 24 Ideen für November auf. Im Dezember, wenn man auf der Flucht ist, ist es schwierig, kreativ zu sein.
- Legen Sie ein Budget fest. Ein Kalender muss nicht mehr kosten als ein größeres Geschenk. Die Quests und die Story sind kostenlos oder kosten wenig.
- Denken Sie an Ihre Geschwister. Zwei separate Kalender bedeuten doppelten Aufwand und das Risiko von Vergleichen. Ein gemeinsamer Aktivitätenkalender oder eine gemeinsam angehörte Geschichte bringt Kinder zusammen, anstatt sie zu spalten.
- Wählen Sie einen festen Zeitpunkt. Morgens zum Frühstück oder abends vor dem Schlafengehen – das Ritual funktioniert am besten, wenn es vorhersehbar ist.
- Lassen Sie Raum für Flexibilität. Wenn du es nicht eines Tages schaffst, wird nichts passieren. Der Kalender soll Spaß machen und nicht stressig sein.
- Ein einzigartiges Finale. Lassen Sie das Fenster am 24. Dezember das am meisten erwartete sein: ein Brief von einer Elfe, eine gemeinsame Aufgabe vor Heiligabend oder das Ende einer Geschichte.
Häufig gestellte Fragen
Wann soll der Adventskalender beginnen?
Am häufigsten vom 1. bis 24. Dezember, unabhängig davon, wann der erste Adventssonntag fällt. Dadurch hat der Kalender immer 24 Fenster, wobei das letzte auf den Heiligabend fällt.
Was tun, wenn Ihr Kind mehrere Fenster gleichzeitig öffnen möchte?
Hängen Sie den Kalender außerhalb der Reichweite Ihres Kindes auf oder bewahren Sie die Überraschungen zu Hause auf und stellen Sie sie abends ins Fenster. Bei einem Kalender mit Geschichte gilt die Regel „ein Kapitel und morgen das nächste“ – die Neugier auf den nächsten Tag gehört zum Spaß dazu.
Wie viel kostet ein Adventskalender für ein Kind?
Ein Aufgaben- oder DIY-Kalender kann mehrere Zloty kosten, und fertige Kalender mit Spielzeug können sogar mehrere Hundert kosten. Legen Sie einen Startbetrag fest und passen Sie die Anteile der Geschenke und Aktivitäten daran an.
Muss ein Adventskalender Geschenke enthalten?
Nein. Für viele Kinder ist die Zeit, die sie mit ihren Eltern verbringen, das Wertvollste. Ein Kalender mit Aufgaben oder einer Geschichte bleibt über Jahre hinweg im Gedächtnis, gerade weil er auf gemeinsamen Erlebnissen und nicht auf Dingen basiert.